Orthopädische Expertise für Japan

Die diesjährige Jahrestagung der japanischen Vereinigung der Orthopäden steht unter dem Motto „Das Jahrhundert der Hundertjährigen - wie die Fortschritte der Orthopädie dabei helfen können".

Künstliche Hüftgelenke bei steigender Lebenserwartung
Es geht darum, für die aktuellen und kommenden Herausforderungen der Hüftendoprothetik  - künstliche Hüftgelenke für immer jüngere Patienten bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung -  wissenschaftlich begründete Entscheidungen im Hinblick auf Operationsverfahren und Auswahl geeigneter Implantate zu treffen. Die japanischen Kollegen sind dabei insbesondere an den europäischen Entwicklungen der letzten Jahre etwa der Kurzschaftprothese, oder Prothesenkomponenten aus Keramik interessiert.

 
Intensive Forschungszusammenarbeit mit Japan
Prof. Dr. Christoph Eingartner wird von der Japanese Orthopaedic Association als  Experte für Hüftendoprothetik geschätzt und war bereits mehrfach in Japan eingeladen. Vor drei Jahren veröffentlichte er als Ergebnis intensiver Kooperation mit Dr. Oinuma aus Funabashi gemeinsam eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema minimal invasiver Zugang zur Hüftendoprothetik  (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17728988). In diesem Jahr hält Prof. Dr. Eingartner auf Einladung des Kongresspräsidenten Prof. Kenichi Shinomiya aus Tokyo einen Vortrag über die Herausforderungen in der Hüftendoprothetik des kommenden Jahrzehnts.
 
Kappenprothese und Oberflächenersatz in der Diskussion
Er setzt sich darin kritisch mit den Neuentwicklungen der vergangenen Jahre in der Endoprothetik des Hüftgelenkes auseinander. „Manche Neuentwicklungen der letzten Zeit wie z.B. die Druckscheibenprothese und der Oberflächenersatz bzw. die Kappenprothese erweisen sich als zunehmend problematisch und wurden bzw. werden bereits wieder verlassen“, so der Chefarzt. Andererseits habe es erhebliche Fortschritte bei den Materialen gegeben. „Insbesondere sind hier verbesserte Kunststoffe mit weniger Abrieb sowie vor allem hochabreibfeste und bruchfeste High-Tech-Keramiken zu nennen.“

Minimal-invasiver Operationszugang
Prof. Dr. Eingartner sieht die Entwicklung der minimal-invasiven Operationszugänge jetzt auf einem guten Weg. „Übertriebene Experimente gehören bereits wieder der Vergangenheit an, geblieben ist die Verbesserung des Operationszuganges durch Schonung der Muskelansätze.“ Derart minimiert invasive Operationszugänge seien unstrittig und würden heute weltweit von allen modernen Hüftchirurgen verwendet.
Hier finden Sie weitere Informationen zu künstlichen Hüftgelenken .
Prof. Dr. med. Christoph Eingartner
Chefarzt Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Telefon: +49 (0)7931 58-3001
Telefax: +49 (0)7931 58-3090
ortho-unfall@ckbm.de
Hotline für Anfragen und Terminvergabe
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Kurzschaftprothese