„Fair Trade“

Unterricht darf auch mal durch den Magen gehen!

Im Rahmen des Ethikunterrichtes wurde den Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen des Kurses 04/08 bewusst, dass es sich lohnen kann für das leibliche Wohl auch mal ein paar Cent mehr auszugeben.Frau Eva Schneider hielt vor der Klasse einen Vortrag zum Thema:

„Fair gehandelte Produkte.“

Die SchülerInnen hörten gespannt zu, denn sie verstand es, die Problematik der Ausbeutung der Länder des Südens und Ostens auf dem Weltmarkt zu verdeutlichen.
Frau Schneider ist Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der Stroke Unit unseres Krankenhauses und engagiert sich ehrenamtlich für die Werbung zum Kauf fair gehandelter Produkte, leistet aber auch gleichzeitig Aufklärungsarbeit.
Es war ihr ein Anliegen den Adressaten zu verdeutlichen, dass die Weltmarktpreise für Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade ... , nur deshalb so niedrig gehalten werden können, weil die Produzenten (überwiegend Kleinbauern) so schlecht bezahlt werden, dass noch nicht einmal die Unkosten der Produktion gedeckt werden können. Dies führt zu einer immer größer werdenden Armut, was zur Folge hat, dass die Kinder kleinbäuerlicher oder handwerklicher Familien als Arbeitskräfte eingesetzt werden müssen. Dadurch bleiben sie z.B. von Bildung ausgeschlossen, welche Grundlage ist, um einen Weg aus der Armut zu finden. Es können noch nicht einmal die Grundbedürfnisse erfüllt werden.
Die Produktion und Vermarktung von fair gehandelten Produkten wird streng überwacht und durch Vergabe des Fair Trade Siegels wird garantiert, dass die angebotenen Produkte nur aus Betrieben stammen, die sich an die vorgegebenen Mindeststandards halten. Mindeststandards sind u. a. keine Kinderarbeit, umweltfreundliche Produktion, Einhaltung von Sozialstandards, Gleichberechtigung usw.
Aufgrund der Tatsache, dass die Importeure z.B. die GEPA den Produzenten einen garantierten Mindestpreis zahlen, der immer über dem Weltmarktpreis liegt, sind die Produktionskosten schon gedeckt. Durch den Zuschlag der Fair Trade Prämie kann diese in den Bau und Unterhaltung von Schulen, Gesundheitszentren, Investitionen in Maschinen und vieles mehr gesteckt werden. Beim Fairen Handel gibt es keine Zwischenhändler. Für Bio-Produkte gibt es einen gesonderten Aufschlag.
 
Hilfe zur Selbsthilfe!!!
 
Durch den Kauf fair gehandelter Produkte, hat jeder Einzelne von uns die Möglichkeit,
seinen Teil zur gerechteren Verteilung der Gelder beizutragen. Je mehr Menschen durch den Kauf dieser Produkte die Organisationen des fairen Handels (z.B. GEPA) unterstützen, umso mehr kann in soziale Projekte investiert werden.
Anstelle von Kinderarbeit steht somit das Bemühen um adäquate Schulbildung, denn wie jeder weiß, trägt Bildung dazu bei, Armut zu bekämpfen!!!

Nachdem der Kurs 04/08 interessiert dem Vortrag von Frau Schneider gefolgt ist, durften alle SchülerInnen, im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks, die mitgebrachten „Fair Trade Produkte“ probieren.
Anhand der zufriedenen Gesichter, war nicht zu übersehen, dass diese Produkte bestens von sich überzeugen konnten.
Denn wie sagt ein altes Sprichwort: „Probieren geht über studieren!!!!!“
 
Stefan Huberty (Lehrer für Pflegeberufe)

Fairer Handel:

GEPA®

 

Geschmacksprobe1

Testesser2