Vortragsveranstaltung des Lungenkrebszentrums im Brüderkrankenhaus
Am Mittwoch, 21. Juli 2010, informiert das Lungenkrebszentrum des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr über Möglichkeiten der Diagnostik und operativen Therapie bei Lungenkrebs. Es referieren Fachexperten aus den im Lungenkrebszentrum vertretenen Disziplinen sowie Kooperationspartner.
Die Vorträge behandeln ebenfalls die Strahlentherapie und die medikamentösen Therapie. Nach den Vorträgen stehen die Referenten für Fragen zur Verfügung und es besteht die Möglichkeit zur Gründung einer Selbsthilfegruppe. Mit dieser Auftaktveranstaltung stellt sich das neu gegründete Lungenkrebszentrum Trier vor. Die Veranstaltungsorganisation erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Patienteninformationszentrum (PIZ) und der Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle Trier (SEKIS). Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet im Albertus-Magnus-Saal des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier statt.
Zahl der Lungenkrebsneuerkrankungen in Trier überdurchschnittlich
„Die Rate an Neuerkrankungen liegt im ehemaligen Regierungsbezirk Trier deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Daher war die Gründung eines Lungenkrebszentrums für die Region Trier analog zu anderen Organzentren, wie beispielsweise Brust- oder Darm-zentren, dringend geboten“, erklärt Dr. med. Günther Matheis, Leiter des Lungenkrebszentrums Trier und Sektionsleiter Thoraxchirurgie der Abteilung Herz- und Thoraxchirurgie am Brüderkrankenhaus Trier. Zu Beginn der Veranstaltung wird Dr. Matheis das Lungenkrebszentrum Trier vorstellen.
Zum Krankheitsbild
Lungenkrebs gehört in der Bundesrepublik Deutschland zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen. Im Jahr 2006 erkrankten nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts ca. 48.000 Männer und Frauen an dieser Krebsart. Während die Neuerkrankungsrate bei Männern seit Ende der 1980er Jahre langsam zurückgeht, steigt sie bei Frauen kontinuierlich an. Sowohl unter Männern als auch unter Frauen ist Lungenkrebs die dritthäufigste bösartige Tumorerkrankung.
Die Art der Therapie hängt entscheidend davon ab, um welche Form von Lungenkrebs es sich handelt und wie weit die Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose fortgeschritten ist.