Unsere Grundsätze und Leitlinen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser wichtigstes Potential

Unser Selbstverständnis darf sich nicht nur in der Art und Weise ausdrücken, wie wir den Menschen begegnen, die in unseren Häusern Hilfe suchen oder dort langfristig leben. Unser Selbstverständnis muss gleichermaßen im Umgang des Trägers mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie im Umgang aller miteinander sichtbar werden.
Die Frage nach der Würde des Menschen stellt sich nicht nur mit dem Blick auf diejenigen, für die wir arbeiten; sie stellt sich genauso mit Blick auf alle, die mit uns arbeiten.
Mit anderen Worten: dass wir eine caritative Einrichtung sind, muss zuerst für die, die bei uns arbeiten, und nicht nur durch sie spürbar sein. Unsere Dienst-gemeinschaft ist mehr als die Summe aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Umgang miteinander entscheidet sich, ob unser Auftrag, für Dritte und nicht für uns da zu sein, mit Leben erfüllt werden kann.
Zur Erfüllung dieses Auftrags sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unser wichtigstes Potential.

  • Es kommt auf jeden an; in unseren arbeitsteiligen und spezialisierten ,,Unternehmen" sind Kompetenz, Verantwortungsbereitschaft und Engagement jedes Einzelnen notwendig, um die jeweils bestmögliche Qualität zu erreichen.

  • Die Arbeit soll Spaß machen; dies ist umso leichter möglich, je mehr alle
    ihre Begabungen und Fähigkeiten einbringen können und darin auch positiv bestärkt werden.

  • Wir schätzen das offene Wort; auch unbequeme Meinungen können der gemeinsamen Sache dienen. Wir wollen, dass alle in einem angstfreien Klima arbeiten können. Niemandem widerfährt ein Nachteil, wenn er sich in der Auseinandersetzung einmal vergaloppiert hat. Wir brauchen keine Duckmäuser, schon gar keine, die über Dritte hinter deren Rücken herziehen.

  • Niemandem fällt ein Zacken aus der Krone, wenn er Fehler oder Schwächen zugibt. Ein solches Eingeständnis kann den Umgang miteinander wesentlich erleichtern.

  • Ein altes Sprichwort sagt: ,,Wer auf einen anderen mit dem Finger zeigt, zeigt mit drei Fingern derselben Hand auf sich selbst zurück." Wo Schwierigkeiten auftauchen, leben wir von der Bereitschaft, zunächst das eigene Handeln kritisch zu überprüfen und erst dann die Ursache bei anderen zu suchen.

  • Wir helfen uns in schwierigen Situationen; kein Mensch würde uns glauben, dass bei uns nur „Weltmeister” und „Olympiasieger” arbeiten. Wir sind stark, weil wir auch um die Schwächen des Menschen wissen und sie nicht leugnen. Mit-arbeiterinnen und Mitarbeitern, die Probleme haben, helfen wir durch Gespräch und Beratung. Entscheidend ist eine Atmosphäre des Vertrauens, damit Betroffene überhaupt bereit sind, persönliche Probleme anderen gegenüber anzusprechen.

  • In der Regel gilt: Je wohler man sich am Arbeitsplatz fühlt, um so gesünder ist man. Die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für uns wichtig; wir achten auf Gesundheitsvorsorge, halten die notwendigen Vorschriften der Unfallverhütung ein und beachten notwendige Sicherheit beim Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen.

  • Für uns alle ist wichtig, dass wir für gute Arbeit auch gelobt werden. Aus Lob und Anerkennung schöpfen wir neue Kraft. Deshalb haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Anspruch darauf, durch ihre Vorgesetzten auch Anerkennung zu erfahren. Wo Probleme auftauchen und Defizite festgestellt werden, ist Kritik unverzichtbar. Kritik wird in aller Regel als hilfreich empfunden, wenn sie vertrauensvoller Zusammenarbeit erwächst und offen vorgetragen wird. Sie soll vor allem Wege aufzeigen, wie Fehler der Vergangenheit in Zukunft vermieden werden können.

  • Mit Quertreibern können wir allerdings nicht zusammenarbeiten. Es gibt leider immer wieder Menschen, für die Freundlichkeit, Rücksichtnahme und Bereitschaft zur Zusammenarbeit ein Leben lang Fremdwörter bleiben. Von ihnen müssen wir uns, so hart dies im Einzelfall auch sein mag, trennen. Wir alle sind zu sehr gefor-dert, als dass wir uns ständige Reibungsverluste oder mangelnde Einsatzbereitschaft leisten können.
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