Das Jahr 1850 ist das Gründungsjahr der Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf.

Peter Friedhofen, 1819 – 1860, wollte mit Gründung dieser Ordensgemeinschaft eine Antwort auf die vielfältigen Nöte dieser Zeit geben.
Das Evangelium Jesu Christi begründet den Auftrag, kranken, alten, behinderten und benachteiligten Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation zu helfen und so christliche Nächstenliebe zu praktizieren.
Krankenhäuser, Fachkliniken, Wohn- und Pflegeeinrichtungen bilden den Rahmen, wo das Bemühen der Ordensgemeinschaft in der Nachfolge des Gründers Peter Friedhofen erfolgen soll.
Das Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn ist eine jener Einrichtungen, deren Träger, d.h. Betreiber, der vom Orden zu diesem Zweck geschaffene Barmherzige Brüder Trier e.V. ist.

In unseren Einrichtungen geht es bei all unseren Bemühungen stets um den ganzen Menschen. „Auch wenn in unseren Krankenhäusern in vielen Fällen schnell und in aller Regel auch ohne jede Komplikation geholfen werden kann, stellen wir uns immer wieder der Verpflichtung, nicht nur den aktuellen Befund, sondern den Menschen zu sehen, der zu uns gekommen ist.
Wir wissen: Ganzheitliche Zuwendung ist die größte Herausforderung, vor der wir stehen.
Sie setzt innere Bereitschaft voraus, sie braucht Zeit, Zeit bedeutet Kosten. Dennoch: Wir würden unseren Auftrag verfehlen, würden wir uns dieser Herausforderung nicht stellen.“
(G+L II. Unser Selbstverständnis 3.)
Den großen Anforderungen unserer heutigen Zeit können wir nur gerecht werden, wenn es stets unser Bemühen ist, so gut wie möglich zu sein. Daher ist Fachkompetenz für uns unverzichtbare Grundlage.
Aufgabe des Trägers ist es, diese zu vermitteln, während die Verpflichtung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darin besteht, sich diese zu erarbeiten bzw. aufzufrischen.

In allen Häusern wird der Ausbildung in den verschiedensten Berufen große Bedeutung beigemessen. Wenn auch in erster Linie die qualifizierte Nachwuchsförderung für die eigenen Einrichtungen im Vordergrund steht , was die Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen anbelangt, so ist es jedoch auch unser Bemühen, etwas vom Klima, der Atmosphäre und dem Geist unser Häuser zu vermitteln.
Erkenntnisse und Errungenschaften der Wissenschaft bilden die Grundlage aller unserer Arbeitsbereiche. Hierbei stellen wir uns aber auch der Frage, wie weit die Möglichkeiten heutiger Medizin im Einzelfall dem Menschen, vor allem Menschen in ihrer letzten Lebensphase, dienen.
Es sind uns Grenzen aufgezeigt. Wir können nicht immer alles, was wir gerne möchten, aber ebenso dürfen wir nicht alles, wozu wir in der Lage sind.
„Die medizinische Ethik ist vor dem Hintergrund unseres Glaubens eine große Herausforderung. Im Dialog, auch mit Dritten, wollen wir zu ihrer Weiterentwicklung beitragen und unsere eigenen Überzeugungen immer wieder auf den Prüfstand stellen. Wir lehnen jede aktive Sterbehilfe ab; wir achten darauf, dass Menschen in Würde sterben können.“(G+L II. Unser Selbstverständnis 9)

Unser Selbstverständnis findet nicht nur Ausdruck in der Art und Weise, wie wir den Menschen begegnen, die bei uns Hilfe suchen, sondern ebenso im gegenseitigen Miteinander im täglichen Dienst. Dies betrifft in gleicher Weise den Umgang des Trägers mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die Gesundheitsvorsorge aller Beschäftigten ist uns wichtig, so dass die Vorschriften der Unfallverhütung und die notwendige Sicherheit beim Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen genaueste Beachtung finden.

Lob und Anerkennung für gute Arbeit beflügelt und motiviert zur weiteren Leistung.
Neben einer qualifizierten Ausbildung fördern wir Fort- und Weiterbildung. Die betrifft nicht nur den fachlichen Bereich, sondern betrifft auch Angebote mir religiöser und ethischer Ausrichtung. Es geht und darum den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fachliche, soziale und ethische Kompetenz zu vermitteln.
Information und Kommunikation fördern die Motivation. Daher sind nur informierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Dauer leistungsorientiert. Wir wollen Betroffene zu Beteiligten machen.
Delegation und Praktizierung eines kooperativen Führungs- und Arbeitsstils garantieren Motivation und Engagement der Beschäftigten.
Führung setzt fachliche Kompetenz, vorbildliches Handeln und Sozialkompetenz voraus, so dass die Bildung wechselseitigen Vertrauens ermöglicht wird.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit, Zielvereinbarungen die klar und erreichbar sind, getroffene Vereinbarungen und deren Einhaltung sind wichtige Bestandteile im Arbeitsprozess.

Wir stellen uns dem Gebot der Wirtschaftlichkeit, wobei zwischen unserem Auftrag und wirtschaftlichen Überlegungen ein Spannungsfeld besteht, wobei Konflikte nicht auszuschließen sind. Besondere Anstrengungen sind erforderlich, um mit den im Sozial- und Gesundheitswesen zur Verfügung gestellten Mitteln wirtschaftlich zu haushalten.
Umweltfragen bestimmen in besonderer Weise unser Handeln. Somit leisten wir im Rahmen unserer Möglichkeiten einen Beitrag zur Erhaltung der Schöpfung.
In der fairen Zusammenarbeit mit anderen Leistungserbringern ist unsere Einrichtung ein verlässlicher Partner bzw. Wirtschaftsfaktor in der Region.

Das politische Geschehen, die Wirtschaftsentwicklung, Fragen des Gesundheitswesens und der Sozialgesetzgebung werden mit Aufmerksamkeit verfolgt und beurteilt.
Als Teil der demokratischen Ordnung tragen wir durch unseren Dienst bzw. unsere sozial/caritativen Einrichtungen an einer weiteren Verwirklichung des demokratisch/sozialen Rechtsstaats bei.
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