Historie Brüderhaus

Wechselvolle Geschichte

Vor 100 Jahren wurde der Grundstein für das Brüderkrankenhaus und den Konvent der Barmherzigen Brüder gelegt. Doch schon seit 1852 hatten die Brüder stationär Patienten und Pflegebedürftige in der Florinspfaffengasse versorgt.

Das neue Krankenhaus in der Kardinal-Krementz-Straße erreichte bereits vor dem Ersten Weltkrieg eine Größe von 200 Betten. Ab 1914 diente es als Lazarett für bis zu 400 Verwundete, darunter auch französische und englische Soldaten. Für die Nachsorge entstand eine orthopädische Werkstatt und das Angebot rehabilitativer Maßnahmen. Wilhelm II. und seine Gemahlin lobten die Einrichtung bei einem Besuch. Bis Ende des Ersten Weltkriegs wurden über 13.000 Verwundete behandelt und gepflegt, ab 1920 stand das Haus wieder der Zivilbevölkerung zur Verfügung.

Ständig waren bis zu 30 Brüder im Konvent und in allen Abteilungen des Hauses tätig. 1937 drohte den Brüdern die Enteignung durch das NS-Regime. Doch die Schönstätter Marienschwestern konnten dies verhindern. Die Verbindung zu den Schwestern hat bis heute gehalten, so sind immer noch Marienschwestern in der Krankenpflege und anderen Bereichen des Hauses im Einsatz. Während des Zweiten Weltkriegs fungierte das Krankenhaus St. Josef wieder als Lazarett. 1944 wurde das Gebäude weitgehend zerstört, und das Lazarett kam nach Saffig.

Nach Kriegsende begann der Wiederaufbau. 1964 wurde der Ostflügel angebaut, der eine Kapazität von 300 Betten ermöglichte, In diese Zeit fielen die Erweiterung der schon traditionell stark geförderten physikalisch-therapeutischen Abteilung und der Auf- und Ausbau der Schulen. 1993 wurde der Südflügel fertiggestellt. Bei einer Bettenzahl von mittlerweile 240 vergrößerte sich das Raumangebot erheblich.

Im Landeskrankenhauszielplan ist die heutige Katholisches Klinikum Marienhof/St. Josef gGmbH zum Krankenhaus der Schwerpunktversorgung aufgestiegen. Seit Anfang 2000 ist im Rahmen der orthopädischen Abteilung die neue Sektion Wirbelsäulenchirurgie vertreten. Im August 2000 öffnete innerhalb der neurologischen Abteilung eine Spezialeinheit zur Schlaganfallversorgung, Stroke-Unit, mit 8 Betten.