In der Vielzahl der unterschiedlichen Inkontinenzformen kommt die Streßinkontinenz (oder auch Belastungsinkontinenz genannt) am häufigsten vor.
Für Patienten mit dieser Inkontinenzform ist die „4-Phasen-Therapie“ ein geeignetes Mittel, ihre Lebensqualität wesentlich zu verbessern.
Die „4-Phasen-Therapie“ aktiviert und kräftigt die Beckenbodenmuskulatur und sorgt so für eine verbesserte Funktion der Verschlußmechanismen.
Inhalte der „4-Phasen-Therapie
Phase 1:
Mittels einer elektrischen Reizung wird die Beckenbodenmuskulatur aktiviert. Ist eine willentliche Anspannung nicht möglich, kommt es so schon zu einem ersten Muskeltraining. Der Patient spürt, wo sich diese Muskulatur befindet.
Phase 2:
Der Patient hat nun erfaßt, wo die Beckenbodenmuskulatur ist und er kann diese auch willentlich aktivieren. Mit Hilfe optischer und akustischer Signale wird der Patient jetzt aufgefordert, den Beckenboden anzuspannen. Das Therapiegerät zeigt sofort den Erfolg an (Biofeedback). Die Unterstützung mit Elektrostimulation findet nur noch zeitweise statt.
Phase 3:
Die Elektrostimulation fällt nun ganz weg und der Patient arbeitet ohne elektrische Reizung, jedoch kann er durch akustische und/oder optische Signale die reale Aktivität selbst kontrollieren. Damit ist ein gezieltes Training gewährleistet.
Phase 4:
Durch das Erarbeiten der Phasen 1-3 ist der Patient optimal vorbereitet, nun in der 4. Phase ohne Hilfe des Gerätes, seine neuen Fähigkeiten im Alltag unbewußt einzusetzen (z.B. beim Heben und Tragen, Husten, Niesen und Lachen). Die gestärkte Muskulatur ist jetzt wieder in der Lage, ehemals problematische Situationen zu bewältigen.
Dauer und Intensität der Behandlung:
Ist individuell unterschiedlich, jedoch zeigt sich in den meisten Fällen schon eine Verbesserung der Situation nach ca. 10 Behandlungen.
Indikationen:
Kontraindikationen:
Zur Durchführung der "4-Phasen-Therapie" benötigen wir von einem Arzt eine Heil- und Hilfsmittelverordnung für eine persönliche Therapiesonde.
Vorteil dieses Konzeptes auf einen Blick: