Es begann mit der Lektüre einer pflegewissenschaftlichen Arbeit von Dr. Angelika Zeglin-Abt. Sie stellte fest, dass der Aufenthalt in einer Klinik die Bewegung stark einschränkt, nicht nur bei immobilen Patienten. Da viele Bereiche, die Patienten nicht zum Verweilen einladen, das Auf und Ab gehen auf Fluren keine Abwechslung bietet und viele Bereiche als Tabuzonen identifiziert werden, ist es schon schwierig, sich in der Klinik sinnvoll zu bewegen. Wo soll man denn da hin gehen? Bis zur Halle oder zur Cafeteria?
Dabei gibt’s doch so einiges im Klinikum zu sehen: der Brunnen vor dem Mutterhaus, der Baum, den die Mitarbeiter den Schwestern vom Heiligen Geist zum Jubiläum schenkten, und - mal ehrlich - schon der Blick über Koblenz oder über das Moseltal aus den Fenstern der HNO ist schon den Weg in den 6. Stock wert.
So nahmen sich die Auszubildenden des Kurses O05 der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege dieses Themas an. Die Projektarbeit ist Teil der Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege. Hierbei wird Wert auf die Praxistauglichkeit der bearbeiteten Projekte gelegt.
So entstand der "Klinikspaziergang" des Marienhofs als Anleitung zu einem Rundgang, der es ermöglicht, mit Spaß und Bewegung das Haus von einer abwechslungsreichen und interessanten Seite kennen zu lernen.
Geeignet für Besucher und Patienten, eine sinnvolle Abwechslung vom Klinikalltag, abwechslungsreich, zur Bewegung anregen, Beweglichkeit fördern bzw. erhalten, für alle Altersgruppen interessant - das waren die Vorgaben der Auszubildenden. Mit Unterstützung der Kursleitung Birgit Heider-Neideck verfolgten sie die Aufgabe, einen Klinikspaziergang zu konzipieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Flyer gibt’s in der Halle des Marienhofs rechts und links der Aufzüge. Und der Rundgang ist natürlich auch für die Mitarbeiter geeignet.
Natürlich soll auch im Brüderhaus etwas für mehr Bewegung während des Klinikaufenthaltes getan werden, und bald gibt es somit noch einen zweiten Klinikspaziergang, auf den man sich begeben kann.
Zielsetzung der Projektarbeit:
1.
Situations-/Praxisbezug:
Das Projekt muss zur Lernwelt und zum Interesse der Schüler
2.
Orientierung an den Interessen der Beteiligten:
Das Thema sollte alle interessieren. Es kann
3.
Selbstorganisation und Selbstverwaltung:
Die Teilnehmer arbeiten selbstverantwortlich. Alle
4.
Gesellschaftliche Relevanz:
Das Ergebnis des Projektes sollte veröffentlicht werden.
5.
Zielgerichtete Projektplanung:
Es wird ein gemeinsames Ziel festgelegt ebenso wie die Abfolge, die Dauer, die Aufgabenverteilung.
6.
Produktorientierung:
Es findet eine Identifikation der Teilnehmer mit dem Projekt statt.
7.
Einbeziehung vieler Sinne:
Der ganze Mensch soll seine Wirklichkeit erfahren (zum Beispiel
8.
Soziales Lernen im Projekt:
Erziehung zur Demokratie und Selbstverantwortung.
9.
Interdisziplinarität:
Die Probleme werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es
10.
Bezug zum Unterrichtsfach:
Verschiedene Inhalte werden vernetzt.
Kurs O05