Unser Leitbild

Präambel

Die Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Katholischen Klinikum Koblenz entstand 2004 durch die Fusion der beiden Krankenhäuser Marienhof und dem Brüderkrankenhaus St. Josef. Träger der Schule ist das Katholische Klinikum, vertreten durch den Geschäftsführer.

Beide Krankenhäuser hatten bis zum Zeitpunkt ihrer Fusion eigene Schulen. Auch heute noch befinden sie sich in der Tradition der beiden Ordensgründer Irmina Hölscher, Gründerin des Ordens der Schwestern vom Heiligen Geist und Peter Friedhofen, Gründer der Barmherzigen Brüder zu Maria Hilf. Für beide war die Ausbildung von jungen Menschen in der Krankenpflege ein besonderes Anliegen.


Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule wissen sich in dem Bemühen verbunden, junge Menschen zu qualifizierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger auszubilden. Orientiert am christlichen Menschenbild ist es das Ziel aller, Kranken und Hilfsbedürftigen die bestmögliche Pflege und Betreuung geben zu können.


Christliche Werte

Für uns ist der Mensch ein Geschöpf Gottes und von ihm geliebt. Unabhängig von Religionszugehörigkeit und Weltanschauung soll das Verhalten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheits- und Krankenpflegeschule wie auch deren Schülerinnen und Schüler geprägt sein durch den Respekt und die Liebe zum Menschen.


Insbesondere soll unser tägliches Handeln geprägt sein durch:

  • Vertrauen, Verantwortung, fördernde Sorge und Toleranz gegenüber allen

Menschen, die uns begegnen

  • Freude und Erfüllung im Dienst
  • Gerechtigkeit und Glaubwürdigkeit im Verhalten gegenüber jedermann


Unterstützung in der Umsetzung dieser Werte finden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Schülerinnen und Schüler in konkreten Unterrichten, Projekten und Seminaren. Diese Werte und das Wissen um den Auftrag unserer Gründer sind uns wichtig, weil wir der Überzeugung sind, dass wir nur in Kenntnis der eigenen Wurzeln die Zukunft sinnvoll gestalten können.


Menschen an unserer Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Schülerinnen und Schüler sind für uns gleichberechtigte Partner mit dem Wunsch und dem Anspruch nach qualifizierter Ausbildung. Wir fördern und erwarten von ihnen ein hohes Maß an Eigeninitiative und Motivation zur Erreichung des Ausbildungszieles.

Wir achten die Einzigartigkeit und die Selbstbestimmung unserer Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Ausbildungsbedingungen. Wir Lehrer vermitteln Wissen und Fertigkeiten nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und beraten und begleiten sie. Wir sehen uns als Anbieter von Bildungsinhalten. Zur Vermittlung von ausgewählten Themen benötigen wir die Unterstützung von Dozenten. Sie sind für uns Experten, die wir in unser pädagogisches Konzept integrieren.


Unser Pflegeverständnis

Der Patient als individuelle Persönlichkeit steht als Partner im Mittelpunkt unseres pflegerischen Handelns. Pflege ist für uns die Entwicklung eines aktiven Beziehungsprozesses. Pflegerische Professionalität bestimmt das pflegerische Handeln. Dabei orientieren wir uns an den aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen. Pflege orientiert sich an den Bedürfnissen, dem Willen und den Möglichkeiten des Patienten sowie an dem ermittelten Pflegebedarf. Unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes und der Berücksichtigung seiner Person unterstützt und fördert Pflege den Patienten durch Hilfe zur Selbsthilfe. In der Ausübung der professionellen Pflege stehen wir dem Patienten und seinen Angehörigen als Betreuer, Anleiter, Berater und Vermittler zur Seite. So wie wir uns betreut wissen wollen, so wollen auch wir die Patienten und deren Angehörige betreuen. So bringen wir uns konstruktiv und kooperativ ins therapeutische Team ein.


Pädagogisch-didaktisches Ausbildungskonzept

 

Unser Ziel ist es, unsere Schüler zu theoriegeleitetem, begründetem und reflektiertem Handeln zu befähigen. Zum Ende der Ausbildung sollen unsere Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -schüler selbständige, mitbestimmungsfähige und solidarische Pflegepersonen sein.

Dieses Ziel bedeutet für uns den Erwerb von beruflicher Handlungskompetenz, die sowohl fachlich-methodische als auch soziale und persönliche Fähigkeiten und Fertigkeiten beinhaltet.


Hieraus ergeben sich für unser Ausbildungskonzept folgende Schwerpunkte:


  • Die schulische Ausbildung

Wir bieten unseren Schülern eine umfassende, an den gegenwärtigen und zukünftigen Arbeitsfeldern orientierte Ausbildung an. Wichtig ist uns ein fachlich fundierter Unterricht, der die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt. Wir beraten und begleiten unsere Schüler nach individuellen Erfordernissen.

  • Das Curriculum

Die schulische Ausbildung orientiert sich an christlichen Werten. Im Sinne einer umfassenden und verstehenden Erschließung aller Wissensdimensionen ist unser Curriculum nach dem Lernfeldkonzept strukturiert. Die Kompetenzentwicklung wird gefördert durch ein stufenweises, spiraliges Vorgehen in Anlehnung an den sogenannten „entwicklungslogischen“ Ansatz nach F. Rauner.

  • Der Theorie-Praxis-Transfer

Durch regelmäßige Anleitung,  Beratung und Begleitung der Schüler durch Lehrer und Praxisanleiter auf den Pflegestationen wird ein strukturierter Theorie-Praxis-Transfer gewährleistet. Die Praxiserfahrungen der Schüler werden regelmäßig im Unterricht reflektiert.

  • Unsere Arbeitsmethoden

Wir fördern die selbständige und multiperspektivische Auseinandersetzung mit Lerninhalten. Unser Ziel ist es, dass die Lernenden kreativ, kritisch-konstruktiv und flexibel mit Neuem umgehen und die Freude am Lernen über die Ausbildung hinaus behalten können.