Hüftgelenkersatz

Der Ersatz des Hüftgelenks ist der erfolgreichste Eingriff der Chirurgie überhaupt. In der Regel lässt sich durch die Operation eine vollständige Wiederherstellung der Gelenkfunktion erzielen. Durch die Verwendung langjährig bewährter Implantate in Verbindung mit modernen Operationsverfahren und minimal-invasiver Techniken können wir eine hohe Versorgungsqualität und Patientenzufriedenheit erreichen.
Je nach Ausgangssituation können folgende Verfahren angeboten werden:
 
  •  Zementfreie Implantation

        Hierbei werden die aus Titan bestehenden Komponenten der Prothese direkt im Knochen verankert. Nach einer Vorbereitung mit entsprechenden Instrumenten werden die Prothesen im Knochen verklemmt und heilen dann in den Knochen ein. Durch moderne Verfahren kann auf eine Entlastung des Beins, wie sie noch vor Jahren erforderlich war, in aller Regel verzichtet werden.

 
  • Zementierte Implantation

        Ist der Kochen im Rahmen normaler Alterungsvorgänge oder durch bestimmte Grunderkrankungen zu sehr geschwächt, um eine zementfreie Prothese aufzunehmen, wird die Prothese durch sogenannten Knochenzement (ein seit Jahrzehnten bewährter Kunststoff) im Knochen verankert. Zudem wird durch diese Technik der Knochen innerlich stabilisiert, so dass die Gefahr von Knochenbrüchen im Bereich der Prothese bei Stürzen herabgesetzt wird.
Bei sogenannten Hybridversorgungen werden zementierte und unzementierte Prothesen miteinander kombiniert, um eine für den Patienten ideale Versorgung zu erreichen.

 
  • Oberflächenersatzprothesen ("Kappenprothese", "McMinn"-Prothese)

        Bei geeigneten Gelenkverhältnissen und jungen Patienten mit entsprechender Knochenqualität kann der Schenkelhals erhalten werden, um bei einer eventuell zu einem späteren Zeitpunkt erforderlichen Wechseloperation auf noch vorhandenen Knochen zurückgreifen zu können. Ob die Voraussetzungen für die Verwendung einer solchen Prothese bei Ihnen gegeben sind, muss in einer individuellen Untersuchung und in einem Gespräch mit Ihnen geklärt werden.
 
 
  •  Prothesenwechseloperation

        Eine implantierte Prothese wird im Laufe der Jahre vielen Millionen Lastwechselbelastungen ausgesetzt. Dies kann zu einem Verschleiß der Prothesenanteile, oder auch zu einer zunehmenden Schwächung der Verankerung der Prothese im Knochen führen, die dann zu einer Lockerung der Prothese führt. In diesen Fällen ist dann ein Wechsel der Prothese erforderlich. Diese Operation ist oftmals aufgrund der gegebenen Zustandes der Weichteile und des Knochens technisch hoch anspruchsvoll. Hierbei ist es auch von großer Bedeutung, ein breites Spektrum an Versorgungsmöglichkeiten und besonderen Implantaten verfügbar zu haben, um die individuellen Probleme beim Patienten lösen zu können. Zudem ist das Ergebnis in besonderem Maße von der Erfahrung des Operateurs abhängig.
 

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Allgemeine Orthopädie/Unfallchirurgie

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