
Die stationäre Schmerztherapie bietet die Möglichkeit, sehr komplexe Schmerzzustände, mehrfacherkrankte oder immobile Patienten, Patienten, deren Schmerztherapie im Vorfeld gescheitert war oder zu schweren Nebenwirkungen geführt hatte, zu behandeln.
Pro Jahr behandeln wir ca. 180 Patienten auf unserer 6-Betten - Schmerzstation.
Im stationären Bereich arbeiten wir routinemäßig mit anderen Fachdisziplinen zusammen. Jedes Aufnahmegespräch wird von einem speziell ausgebildeten Anästhesisten oder einer Anästhesistin (Schmerztherapeutin oder Schmerztherapeuten) und der zum Team gehörigen Psychologin geführt. Regelmäßige Teambesprechungen ermöglichen die enge Zusammenarbeit.
Bei der medikamentösen und interventionellen Schmerztherapie orientieren wir uns an den aktuellen Standards und Leitlinien. Es kommen die unter dem Punkt Schmerzambulanz genannten Verfahren zum Einsatz, zudem noch Katheterverfahren und sogenannte Radiofrequenztherapien (Minimalinvasive Therapie) an der Wirbelsäule.
Da bei chronischen Schmerzen dem Selbstmanagement des Patienten durch die Änderung seiner Einstellung und seines Verhaltens eine wichtige Bedeutung für die Bewältigung zukommt, legen wir einen Schwerpunkt auf intensive psychologische Gespräche, tägliche Physiotherapie sowie Schmerzbewältigungstraining.
So gelingt es, Patientenmotivation und -aktivität zu fördern und das Selbstwertgefühl zu stärken.
Es besteht die volle Weiterbildungsbefugnis für die Zusatzweiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“.
Hospitationen sind nach telefonischer Rücksprache möglich.
Unser Haus nimmt an der interdisziplinären Bonner Schmerzkonferenz teil, die einmal pro Monat in den Räumlichkeiten der Rheinischen Kliniken statt findet. Dort besteht für Ärzte die Möglichkeit ausgewählte Fälle im Fachkreis vorzustellen und zu besprechen.
Patienten anderer Stationen des Gemeinschaftskrankenhauses mit dem Symptom „Schmerz“ betreuen unsere Schmerztherapeuten mit.
Im Haus St. Elisabeth werden im Rahmen der geburtshilflichen Schmerzerleichterung spezielle Verfahren angewandt:
Die weit verbreitete sogenannte „schmerzlose Geburtsspritze“ bieten wir selbstverständlich im 24 Stunden-Dienst an. Die Durchführung erfolgt durch erfahrene Narkoseärzte mit speziellen Kenntnissen in der Technik dieser Anästhesieform. Die einzelne Schmerzmittelgabe hält etwa 2 Stunden an und kann bei Bedarf durch weitere Gaben in den liegenden Katheter verlängert werden.
Die meisten Patientinnen können nach der Anlage des Kunststoffkatheters im Lendenwirbelsäulenbereich die Schmerzmittelgaben selbst steuern. Dies geschieht mittels einer elektronischen Dosierpumpe und einer „Anforderungstaste“. Eine Überdosierung ist durch Sicherheitseinrichtungen ausgeschlossen. Diese Möglichkeit der Selbstverabreichung stellt gegenwärtig die modernste und für Mutter und Kind schonendste Form der Schmerzerleichterung unter der Geburt dar. Gehfähigkeit und Berührungsempfinden bleiben erhalten. Falls notwendig kann, z.B. für eine Kaiserschnittentbindung, eine komplette Gefühllosigkeit durch Auswahl anderer Substanzen erzielt werden.
Schmerzambulanz
Tel.: +49(0)228 506-2265
Fax: +49(0)228 506-2266
schmerztherapie@gk-bonn.de
Notfälle: +49(0)228 506-0
Sprechstunden nach Vereinbarung
Hier erfahren Sie mehr über die Schmerztherapie im Gemeinschaftskrankenhaus.
Zertifikat "Qualitätsmanagement Akutschmerztherapie"
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